Ohrenschmerzen kommen oft im Rahmen einer Erkältung und können richtig unangenehm werden. Bei leichten Beschwerden können ein paar sanfte Hausmittel die Schmerzen lindern, bis sie von allein abklingen. Wichtig ist dabei vor allem, das Ohr nicht zu reizen und Warnzeichen ernst zu nehmen. Wir zeigen dir, was bei Ohrenschmerzen guttut, was du auf keinen Fall tun solltest und wann du zum Arzt gehst.
Das Wichtigste in Kürze
- Bei leichten Ohrenschmerzen können Wärme, ein Zwiebelsäckchen und Ruhe die Beschwerden lindern.
- Bei einer Erkältung hilft es, die Nase frei zu bekommen, damit der Druck im Ohr nachlässt.
- Steck dir niemals Gegenstände oder Wattestäbchen ins Ohr und träufle nichts hinein, solange die Ursache unklar ist.
- Bei Babys und Kleinkindern, starken Schmerzen, Fieber oder Ausfluss aus dem Ohr gehört das immer ärztlich abgeklärt.
- Ohrenschmerzen können viele Ursachen haben, deshalb sind Hausmittel nur bei leichten, vorübergehenden Beschwerden gedacht.
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Ohrenschmerzen sollten besonders bei Kindern, starken Schmerzen, Fieber oder Ausfluss aus dem Ohr frühzeitig ärztlich abgeklärt werden.
Wichtig fürs Ohr: Steck dir niemals Wattestäbchen, Öl oder andere Mittel tief ins Ohr. Bei einem verletzten Trommelfell kann das schaden. Die folgenden Hausmittel wirken von außen und werden nicht ins Ohr gegeben.
Die besten Hausmittel gegen Ohrenschmerzen
Wärme von außen
Wärme wird bei Ohrenschmerzen oft als wohltuend empfunden und kann die Durchblutung fördern. Ein warmes, nicht zu heißes Tuch oder ein lauwarmes Kirschkernkissen, sanft an das schmerzende Ohr gehalten, lindert die Beschwerden für viele spürbar.
Das klassische Zwiebelsäckchen
Ein Zwiebelsäckchen ist das bekannteste Hausmittel bei Ohrenschmerzen. Dafür hackst du eine Zwiebel klein, wickelst sie in ein dünnes Tuch und legst das Säckchen von außen an das Ohr. Die ätherischen Öle der Zwiebel gelten als reizlindernd. Wichtig ist, dass nichts ins Ohr gelangt.

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Bei Erkältung die Nase frei machen
Oft hängen Ohrenschmerzen mit einer verstopften Nase zusammen, weil der Druckausgleich zum Mittelohr nicht funktioniert. Inhalieren, eine Nasenspülung mit Salzwasser oder abschwellende Maßnahmen können die Nase frei machen und so den Druck im Ohr verringern.
Oberkörper hoch lagern
Gerade nachts tut es gut, mit leicht erhöhtem Oberkörper zu schlafen. Das kann den Druck im Ohr reduzieren und die Schmerzen erträglicher machen. Ein zusätzliches Kissen reicht oft schon.
Ruhe und ausreichend trinken
Gönn deinem Körper Ruhe, denn bei einer Erkältung braucht er Kraft, um die Beschwerden zu überwinden. Ausreichend zu trinken hält die Schleimhäute feucht und unterstützt die Genesung.
Das solltest du bei Ohrenschmerzen vermeiden
- Steck keine Wattestäbchen oder Gegenstände ins Ohr, das reizt zusätzlich und kann verletzen.
- Träufle kein Öl und keine Hausmittel ins Ohr, solange die Ursache nicht geklärt ist.
- Halt das Ohr nicht zu heiß, um die empfindliche Haut nicht zu verbrennen.
- Versuch nicht, Ohrenschmälz selbst tief zu entfernen, das schiebt ihn oft nur weiter hinein.
Wann du mit Ohrenschmerzen zum Arzt solltest
Ohrenschmerzen können harmlos sein, aber auch auf eine Entzündung hindeuten. In diesen Fällen solltest du nicht abwarten, sondern ärztlichen Rat einholen.
- Betroffen sind Babys oder Kleinkinder, hier gehören Ohrenschmerzen immer abgeklärt.
- Die Schmerzen sind sehr stark, halten länger als ein bis zwei Tage an oder werden schlimmer.
- Es tritt Flüssigkeit, Eiter oder Blut aus dem Ohr aus.
- Du hast Fieber, Schwindel, einen Hörverlust oder eine Schwellung hinter dem Ohr.
Weil Ohrenschmerzen oft mit einer Erkältung zusammenhängen, helfen dir auch unsere Hausmittel gegen Husten weiter. Verlässliche Informationen bietet außerdem das Portal gesund.bund.de.
Fazit
Bei leichten Ohrenschmerzen können Wärme von außen, ein Zwiebelsäckchen und eine freie Nase die Beschwerden gut lindern. Entscheidend ist, dass du das empfindliche Ohr in Ruhe lässt und nichts hineingibst. Nimm Ohrenschmerzen aber ernst, gerade bei Kindern, starken Schmerzen oder Ausfluss aus dem Ohr. Dann ist der Gang zum Arzt die einzig richtige Entscheidung.
Häufige Fragen zu Hausmitteln gegen Ohrenschmerzen
Was hilft schnell gegen Ohrenschmerzen?
Bei leichten Ohrenschmerzen tut Wärme von außen gut, etwa ein warmes Tuch oder ein Zwiebelsäckchen an das Ohr gehalten. Bei einer Erkältung hilft es zusätzlich, die Nase frei zu bekommen, um den Druck im Ohr zu senken.
Wie wirkt ein Zwiebelsäckchen bei Ohrenschmerzen?
Die ätherischen Öle der Zwiebel gelten als reizlindernd und entzündungshemmend. Für ein Zwiebelsäckchen hackst du eine Zwiebel klein, wickelst sie in ein Tuch und legst sie von außen ans Ohr. Ins Ohr selbst darf nichts gelangen.
Darf man Öl ins Ohr träufeln?
Nein, davon ist abzuraten, solange die Ursache unklar ist. Bei einem verletzten Trommelfell kann Öl im Ohr schaden. Hausmittel gegen Ohrenschmerzen wirken immer nur von außen.
Wann muss man mit Ohrenschmerzen zum Arzt?
Spätestens bei Babys und Kleinkindern, bei starken oder länger anhaltenden Schmerzen, bei Fieber, Hörverlust oder Ausfluss aus dem Ohr solltest du ärztlichen Rat einholen, um eine Entzündung auszuschließen.
