Eine verstopfte oder ständig laufende Nase ist lästig und raubt einem schnell die Energie. Bevor du zum Nasenspray greifst, lohnt sich ein Blick auf ein paar sanfte Hausmittel. Sie befreien die Nase auf natürliche Weise, befeuchten die Schleimhäute und helfen dem Körper, die Erkältung schneller zu überstehen. Wir zeigen dir, was bei Schnupfen wirklich hilft und wann du ärztlichen Rat einholen solltest.
Das Wichtigste in Kürze
- Bei Schnupfen helfen vor allem Inhalieren, eine Nasenspülung mit Salzwasser, viel trinken und feuchte Raumluft.
- Warme Tees und Wärme tun gut, eine höhere Kopflage erleichtert nachts das Atmen.
- Abschwellendes Nasenspray solltest du nur kurz anwenden, da es bei zu langem Gebrauch abhängig machen kann.
- Ein einfacher Schnupfen klingt meist nach einigen Tagen bis zwei Wochen von allein ab.
- Bei einseitigem, eitrigem Schnupfen, starkem Stirndruck, hohem Fieber oder Beschwerden bei Babys ist ein Arztbesuch ratsam.
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Ein Schnupfen, der lange anhält, einseitig oder eitrig ist oder mit hohem Fieber einhergeht, sollte ärztlich abgeklärt werden.
Schnupfen ist meist Teil einer harmlosen Erkältung. Die Nasenschleimhaut ist gereizt und geschwollen, produziert mehr Sekret und macht das Atmen schwer. Die folgenden Hausmittel setzen genau hier an.
Die besten Hausmittel gegen Schnupfen
Inhalieren mit Wasserdampf
Das Einatmen von warmem Wasserdampf befeuchtet die Schleimhäute und kann festsitzendes Sekret lösen. Ein Aufguss mit etwas Kochsalz oder Kamille reicht völlig. Halt genug Abstand wegen der Verbrühungsgefahr und verzichte bei kleinen Kindern auf ätherische Öle.
Nasenspülung mit Salzwasser
Eine Nasenspülung mit einer Salzlösung aus der Apotheke oder einer Nasendusche befreit die Nase auf sanfte Weise. Sie spült Sekret und Krankheitserreger aus und befeuchtet die Schleimhaut. Viele empfinden das als sehr wohltuend.
Viel trinken und warme Tees
Ausreichend Flüssigkeit hält das Nasensekret dünnflüssig, sodass es besser abfließen kann. Warme Tees wie Holunderblüte, Lindenblüte oder Ingwer wärmen zusätzlich von innen und tun bei Erkältung gut.

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Feuchte Luft und Wärme
Trockene Heizungsluft reizt die Nasenschleimhaut. Sorg für mehr Luftfeuchtigkeit, etwa mit feuchten Tüchern auf der Heizung, und halt dich warm. Ein warmes Fußbad bringt zusätzlich den Kreislauf in Schwung.
Nachts den Kopf höher lagern
Mit leicht erhöhtem Oberkörper zu schlafen, erleichtert das Atmen, weil das Sekret besser abfließt. Ein zusätzliches Kissen unter dem Kopf reicht oft schon, um nachts freier durch die Nase zu kommen.
Häufige Fehler bei Schnupfen
- Nasenspray zu lange nehmen: Abschwellende Sprays helfen kurzfristig, können bei längerem Gebrauch aber abhängig machen.
- Zu kräftig schnäuzen: Schnäuf besser sanft und durch ein Nasenloch nach dem anderen, um die Ohren nicht zu belasten.
- Zu wenig trinken: Ohne genug Flüssigkeit bleibt das Sekret zäh und die Nase verstopft.
- Trockene, überheizte Räume: Sie reizen die Schleimhaut zusätzlich.
- Zu früh wieder voll belasten: Gönn deinem Körper Ruhe, damit die Erkältung schneller abklingt.
Wann du mit Schnupfen zum Arzt solltest
Ein gewöhnlicher Schnupfen ist harmlos. In manchen Fällen steckt aber mehr dahinter und ein Arztbesuch ist sinnvoll.
- Der Schnupfen hält länger als ein bis zwei Wochen an oder wird wieder schlimmer.
- Das Sekret ist einseitig, eitrig oder du hast starken Druck über Stirn und Wangen.
- Es kommen hohes Fieber, starke Kopfschmerzen oder Beschwerden der Nebenhöhlen dazu.
- Betroffen sind Babys oder Kleinkinder, die durch die verstopfte Nase schlecht trinken oder schlafen.
Geht der Schnupfen mit Husten einher, helfen dir auch unsere Hausmittel gegen Husten weiter. Weitere verlässliche Infos findest du beim Portal gesund.bund.de.
Fazit
Gegen Schnupfen braucht es selten ein Medikament. Inhalieren, eine Nasenspülung mit Salzwasser, viel trinken, feuchte Luft und etwas Wärme befreien die Nase auf sanfte Weise und unterstützen die Heilung. Gönn deinem Körper Ruhe, dann ist der Spuk meist nach ein paar Tagen vorbei. Bleibt der Schnupfen aber hartnäckig oder kommen Fieber und starker Stirndruck dazu, ist der Gang zum Arzt die richtige Wahl.
Häufige Fragen zu Hausmitteln gegen Schnupfen
Was hilft schnell gegen Schnupfen?
Schnell befreien dich Inhalieren mit warmem Wasserdampf und eine Nasenspülung mit Salzwasser. Dazu helfen viel trinken, warme Tees und feuchte Raumluft, damit das Sekret dünnflüssig bleibt und besser abfließen kann.
Wie bekomme ich die Nase ohne Spray frei?
Ohne Spray helfen vor allem Inhalieren, eine Salzwasser-Nasenspülung und eine höhere Kopflage in der Nacht. Auch Wärme, etwa ein warmes Fußbad, und ausreichend Flüssigkeit erleichtern das Atmen auf natürliche Weise.
Warum sollte man Nasenspray nicht zu lange nehmen?
Abschwellende Nasensprays wirken schnell, können die Schleimhaut bei längerem Gebrauch aber abhängig machen, sodass die Nase ohne Spray verstopft bleibt. Verwende sie deshalb nur kurz und greif sonst lieber zu sanften Hausmitteln.
Wann ist Schnupfen ein Fall für den Arzt?
Spätestens bei einseitigem oder eitrigem Sekret, starkem Stirndruck, hohem Fieber oder einem Schnupfen, der nach ein bis zwei Wochen nicht besser wird, solltest du ärztlichen Rat einholen. Bei Babys ist besondere Vorsicht geboten.
